Der VW-Dieselskandal

Der VW-Dieselskandal EA288 reloaded

Auch der Nachfolgemotor macht Probleme

Der VW Dieselskandal EA288

Es wird schon länger befürchtet, dass VW auch beim aktuellen TDI-Motor geschummelt hat, um gesetzliche Grenzwerte einhalten und die reichweite von Adblue verlängern zu können. Z.B. dokumentieren Unterlagen des SWR einen Schriftverkehr, in dem sich VW-Mitarbeiter über die „Zyklus-Erkennung“ austauschen. Experten halten das für einen Beweis dafür, dass VW auch den Motor EA288 manipuliert hat.  Bitte hier entsprechende Infos bei verbraucherschutz.tv finden: VW schummelt weiter im Abgasskandal.

VW bestreitet die Nutzung solcher  Fahrkurven vehement, ebenso die Verwendung eines „Thermischen Fensters“ – muss man auch machen, denn nur so kann man den Grad der Verantwortung auf einen möglichst kleinen Personenkreis beschränken und z.B. die Managerhaftung ausschließen.

Der VW-Dieselskandal begann offiziell im September 2015 mit der Beichte des damaligen VW-Vorstandsvorsitzenden. Martin Winterkorn gab zu, dass 2,6 Millionen PKW manipuliert wurden, um EU-Grenzwerte einhalten zu können. Der betroffene Motor EA189 stand im Mittelpunkt und man ging davon aus, dass mit dem Nachfolger EA288 alle Probleme gelöst werden konnten. VW setzt bei der Entwicklung des EA288 (ab 2013) wie alle anderen Hersteller auch auf die SCR-Katalysator-Technik. Durch den Einsatz von Harnstoff in der Abgasrückführung sollen Stickoxide umgewandelt werden in unbedenkliche Bestandteile. Schon 2015 zeigte sich aber, dass die Technik die Versprechungen nicht einhalten kann. Es kommt zu ersten Untersuchungen durch das Kraftfahrtbundesamt, freiwillige Rückrufe lassen erahnen, dass VW das Stickoxid-Problem nicht in den Griff bekommt. Trotzdem wird der Motor in alle Reihenvierzylinder von VW und der Konzerntöchter eingebaut.

 


Wo TDI draufsteht ist Schummel drin - Mit dem Einzug des EA288 sind nun alle Turbodiesel der letzten beiden TDI-Generationen betroffen - natürlich auch die Sechszylinder in den Modellen von AUDI und Porsche.

Die Geschichte des EA288-Abgasskandals

Erstmals kommt der Motor im Dezember 2017 ins Gerede, als Vokswagen sich einen behördlichen Verkaufs- und Zulassungsstopp für das Erfolgsmodell VW T6 gefallen lassen muss. Bis weit in das Jahr 2018 hinein können Bullis weder den VW-Hof verlassen, noch zugelassen werden. Volkswagen bekommt mit Ach und Krach die Kurve, muss aber wiederum akzeptieren, dass im Sommer 2019 eine vom KBA angeordnete Rückrufaktion die komplette T6-Flotte trifft.In feinstem Wortwitz wird die Bezeichnung "unzulässige Abschaltvorrichtung" vermieden, auch das KBA spricht von Konformitätsabweichungen - was immer das heißen mag.

2 O 273/18  - LG Wuppertal macht den EA288 zum Prüffall

Im April 2019 machte dann das Aktenzeichen 2 O 273/18 von sich reden. Das Landgericht Wuppertal machte den EA288 - diesmal verbaut in einem Golf TDT - zum Prüffall. Hier den Beweisbeschluss ansehen. Konkret geht es darum, ob der im Fahrzeug des Klägers verbaute Motor EA288 ab einer bestimmten Drehzahl die Abgasbehandlung abschaltet und es damit im Realbetrieb zu unzulässigen Überschreitungen der NoX-Höchstwerte kommt. .Einen Entsprechenden Beweisbeschluss forderte das Gericht auch zu einer Klage auf Schadensersatz eines Octavia III-Eigentümers (Hier lesen).

15 U 234/1 - VW muss dem OLG Köln Erkärungen liefern

In einem Verfahren vor dem LG Aachen war der Kläger noch unterlegen mit seiner Forderung nach Schadensersatz - das Oberlandesgericht Köln erkennt aber sehr wohl den Einbau einer unzulässigen Abschaltvorrichtungen und weitere interessante Parallelen zum EA189. Im mündlichen Verfahren hat sich nach Veröffentlichungen der Kage führenden Kanzlei herausgestellt, dass über den Einbau eines Systems zur Zykluserkennung grundsätzlich Einvernehmen besteht, nur nicht darüber, ob das auch eine unzulässige Abschaltvorrichtung ist. Der Senat kam auf jeden Fall zur Überzeugung, dass die Möglichkeit der Unzuläsigkeit nicht von der Hand zu weisen sei und die Klage daher wohl berechtigt. Volkswagen muss nun darstellen, was die Aufgabe dieser Zykluserkennung ist, und welche Folgen sie für das Emissionsverhalten eines betroffenen Fahrzeugs hat.

EA288-Dieselskandal - Wer kann Schadensersatz fordern?

Sollte sich aus dem Verdacht ein Beweis entwickeln, dann wären Hunderttausende TDI mit  4-Zylinder-Motoren, die VW ab 2013 in der Konzernfamilie verbaut hat, betroffen und zwar sowohl die 2-Liter als auch die 1,6 Liter-Moteren.

Wir betreuen in Kooperation mit kompetenten Anwälten deutschlandweit diverse Interessengemeinschaften von EA288-Opfern im Abgasskandal. Bitte tragen Sie sich ein um kostenlos und unverbindlich relevante juristische Informationen und tagesaktuelle News zu Ihrem ganz persönlichen Abgasskandal zu erhalten.

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Dieselskandal

Was können Sie als Mitglied unserer IG erwarten?

Die IG Dieselskandal ist unter dem Dach von verbraucherschutz.tv seit 2004 ein unabhängiges Informationsportal für Opfer des Dieselskandalsr. Wir haben den Abgasskandal vom 1. Moment  an verfolgt mit eigener recherche Recherche und investigativem Journalismus sowie mit Beiträgen und mit Veröffentlichungen in Kooperation mit motivierten und engagierten Rechtsanwälten deutschlandweit.

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In unseren Interessengemeinschaften wollen wir Opfer des Abgasskandals mit Informationen versorgen, denn die Informationspolitik der verantwortlichen Hersteller ist mehr als dürftig. Durch unser Netzwerk und den Austausch der IG-Mitglieder untereinander sind wir in der Lage, aus vielen Puzzle-Teilen ein übersichtliches Gesamtbild zusammenzustellen.

IG Mitglieder verpflichten sich zu nichts, die Mitgliedschaft ist unverbindlich und kostenlos. Ihre Adresse wird nur für die Kommunikation innerhalb der Gruppe verwendet.

Wen unterstützen wir?

In erster Linie geht es um Modelle, die von offiziellen Rückrufaktionen in Form von Zwangsmaßnahmen des Kraftfahrtbundesamtes betroffen sind, oder zu denen es bereits sehr eindeutige Hinweise auf unzulässige Abschaltvorrichtungen gibt. In der IG EA288 geht es um VW, AUDI, SEAT und Skoda, ganz besonderes Augenmerk legen wir auf den T6.

Es sind alle Modelle mit EA288-Motor betroffen (frühestens seit 2013) – dabei handelt es sich um den klassischen Reihenvierzylinder, der in allen Hubraum-Versionen bis zu 2000 CCM als “TDI” verbaut wurde.

Seit 2013 ersetzt der EA288 als Nachfolgemotor sukzessive den EA189. Beide Motoren wurden verbaut in sämtlichen Modellen des Konzerns mit bis zu 2 Liter Hubraum. Hier gab es zwar von Anfang an Probleme und freiwillige Rückrufaktionen, Zwangsmaßnahmen wurden bislang nur für den T6 mit PKW-Zulassung vom KBA erlassen. Für den aktuellen T6 Multivan mit Schadstoffklasse 6 galt bis Mitte 2018 ein Zulassungstopp wegen überhöhter Stickoxid-Werte. Modelle mit 6-Gang-Schaltgetriebe wurden dauerhaft aus dem Programm genommen. Die Anwälte der IG Dieselskandal führen bereits Verfahren im Auftrag von EA288-Betroffenen.

Problematisch ist, dass Eigentümer von Dieselfahrzeugen in Deutschland weder über Ihre Betroffenheit, noch über Ihre Rechte ausreichend informiert werden. Diese Defizite wollen wir in der IG Dieselskandal aufarbeiten.

Wer vertritt EA288-Kunden?

Die Kooperationsanwälte der IG Dieselskandal vertreten bislang rund 100 T6-Mandanten, in der IG Dieselskandal lassen sich 4000 Eigentümer von EA288 regelmäßig über aktuelle Entwicklungen informieren.

Details zur grundsätzlichen EA288-Fall haben wir Ihnen markenübergreifend hier zusammengefasst.

Im Wuppertaler Verfahren zum EA 288 hat die Volkswagen AG quasi zugegeben, dass der EA288 ein ähnliches "Thermisches Fenster" benutzt wie der EA189. Dieses sorgt nur bei Umgebungstemperaturen zwischen 15 und 33 Grad für eine gesetzlich geforderte Emissions-Reduktion. Auch vor dem Landgericht Stuttgart (AZ.: 11 O 77/18) hat VW zu EA189 zugegeben, dass eine Abgasreinigung nur im genannten Temperaturbereich stattfindet. Europäisches Recht (Artikel 5 Absatz 2 der EG-Verordnung 215/2007) lässt ein Thermisches Fenster zwar unter bestimmten Voraussetzungen zu, deckt aber sicher nicht diesen von VW gewählten sehr großzügen Rahmen.

Betroffen vom EA288-Dieselskandal sind alle VW-,Audi-, Seat- und Skoda-Modelle, die seit 2014 mit dem Motor EA288 des Volkswagenkonzerns ausgerüstet wurden. Dies betrifft alle Reihen-4-Zylinder-Modelle "TDI" mit 1,6 und 2,0 Litern Hubraum.

Einen Schadensersatzanspruch haben Eigentümer, die einen solchen PKW gekauft haben und einen wirtschaftlichen Schaden durch die Folgen des Abgasskandals fürchten.

Schadensersatz ist aufgrund der in vielen Fällen noch nicht eingetretenen Verjährung vom Händler, nach zwei Jahren nur noch vom Hersteller selbst zu fordern, da dieser aus unserer Sicht Manipulationen am Motor in betrügerischer Absicht vorgenommen und Schäden für die Käufer in Kauf genommen hat. Im Rahmen einer Rückabwicklung steht den Kunden die Erstattung des Neupreises zu. Eine Klage verfolgt den Zweck, Volkswagen eine vorsätzliche sittenwidrige Schädigung nachzuweisen, die einen vollen Schadensersatz nach sich ziehen würde.Unsere Anwälte klagen auf vollen Schadensersatz ohne Abzug der sogenannten Nutzungsentschädigung. Es gibt für diesen Motorentyp nicht die Möglichkeit einer Sammelklage wie beim EA189.

VW konnte jüngst vor dem BGH eine wichtige Entscheidung durch einen Vergleich verhindern. Der Bundesgerichtshof erlies allerdings einen Hinweisbeschluss, der keinen Zweifel am möglichen Ausgang des Verfahren ließ Der Hinweisbeschluss macht deutlich, warum VW die höchste Instanz in Karlsruhe scheut. Mit allergrößter Wahrscheinlichkeit würde der BGH verbraucherfreundlich entscheiden, denn die Richter sehen in der Verwendug einer unzulässigen Abschaltvorrichtung eine vorsätzliche sittenwidrige Täuschung.  Hier mehr erfahren!

Im Fall einer erfolgreichen Klage gilt zumindest ein Schadensersatz mit Abzug der Nutzung als realistisches Urteilsszenario deutschandweit. Nach aktuellen OLG-Entscheidungen sieht es aber so aus, als käme die bisherige Bewertung der Richter, dass Volkswagen dieser Nutzungsersatz zusteht, ziemlich ins wanken. Zudem wird auf Erstattung der Zinsen ab Datum des Kaufvertrages und Übernahme aller Anwaltkosten inklusive der vorgerichtlichen Bemühungen geklagt.

Mitglieder der Interessengemeinschaft "EA 288" haben Anspruch auf eine kosten Erstberatung durch einen Vertrauensanwalt der IG

Rechtsschutzversicherung und Prozesskostenfinanzierung

In vielen EA288-Fällen übernimmt die Verkehrsrechtsschutzversicherung die entstehenden Kosten. Da wo das nicht der Fall ist, kümmern sich unsere Kooperationsanwälte kostenlos um die notwendige Deckung bis hin zur Deckungsschutzklage.

Grund für eher zögerliche Deckungszusagen ist die Tatsache, dass VW die Manipulationen nicht zugegeben hat und es zudem für Fahrzeug noch keine Rückrufaktion des Kraftfahrtbundesamtes gibt.

Für EA288-Fälle bieten wir eine Prozesskostenfinanzierung an - bitte sprechen Sie uns darauf an.

Wie hoch ist das Risiko?

In Kenntnis der Sachlage und des Gerichtstandes können unsere Rechtsanwälte recht konkrete Aussagen zum Prozesskostenrisiko geben. Landgerichte urteilen zunehmend verbraucherfreundlich, VW vergleicht sich in aller Regel in der 2. Instanz. Gern machen Ihnen unsere Rechtsanwälte ein Angebot, falls Sie das Verfahren selbst finanzieren möchten. Allerdings weisen wir darauf hin, dass in EA288-Fällen Ansprüche nicht ganz so einfach durchzusetzen sind. Hier kommt es auf die Details zum individuellen Fall an.

Wo erhalte ich Infos?

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Welche Modelle sind betroffen?

Konkrete KBA-Anordnungen gibt es aktuell nur zum T6, der seit 2015 mit dem EA288-Motor in allen Modellvariationen ausgerüstet wurde. Vom "Thermischen Fenster dürften allerdings alle EA288-Modelle betroffen sein.

VW:

  • Beetle
  • CC
  • Golf VII und VW Golf Sportsvan
  • Passat B8
  • VW Polo V und VW Polo VI
  • Sharan 2
  • Tiguan & Tiguan II
  • Touran II T-Rock
  • T6 inkl. Multivan
  • Amarok
  • Caddy
  • Crafter

Audi:

  • A1 8X
  • A3 8V
  • A4 B9
  • A5 F5
  • Q2 GA

Seat:

  • Ateca
  • Alhambra II
  • Ibiza
  • Leon III
  • Toledo 4

Skoda:

  • Fabia III
  • Superb III
  • Octavia II
  • Rapid

 

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